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Mutterkuhherde

Auf unserem Hof leben rund 15 Mutterkühe verschiedenster Rassen.

Limousin

Die Rasse Limousin kommt ursprünglich aus der Region Limousin in Frankreich. Die Tiere werden als robust und genügsam beschrieben. Sie haben einen ausgeprägten Mutterinstinkt und schützen daher ihre Kälber sehr gut vor Feinden. Ihre Farbe ist rot bis weizenfarbig mit Aufhellungen an Augen, Flotzmaul und Füßen.

Braunvieh

Die Zucht der Rasse Braunvieh begann ursprünglich in der Zentralschweiz. Diesen Tiere wird nachgesagt, dass sie sehr anpassungsfähig, gesund und umgänglich sind. Aufgrund dessen eigenen sie sich nicht nur als Milchkuh, sondern auch als Mutterkuh sehr gut. Sie sind braun bis braungrau; an Augen und Flotzmaul zeigen sich helle Umrandungen.

Pustertaler Sprinzen

Die Pustertaler Sprinzen sind eine gefährdete Nutztierrasse. Ihren Ursprung finden sie im Pustertal (Südtirol). Sie haben einen eher ruhigen Charakter und wachsen verhältnismäßig langsam. Ihre Farbe ist schwarzweiß oder rotweiß. Die gefärbten Flecken können eher groß oder auch nur gesprenkelt sein. Sind diese groß, spricht man von Schecken, sind sie eher klein spricht man von Sprinzen.

Holstein Rotbunt - Unser "Lieschen"

Lieschen stammt aus unserer ehemaligen Milchviehherde und ist eine besonders zutrauliche Kuh. Mit ihrem ruhigen und gelassenen Wesen ist sie bei Mensch und Tier gleichermaßen beliebt. Beim Umtreiben der Herde auf eine neue Weide kommt es immer wieder vor, dass die Kälber den Ausgang nicht gleich finden. Dann ist Lieschens Einsatz gefragt: Mit ihrer ruhigen Art läuft sie voraus und führt die kleinen Nachzügler zuverlässig auf die neue Weide. Nicht umsonst wird sie bei uns liebevoll als „Kindergartenmama“ bezeichnet.

Mini-Kühe "Peppa" und "Paula"

Peppa (braun) und Paula (schwarz) sind unsere beiden Mini-Kühe und echte Lieblinge auf dem Hof. Sie gehören zur Rasse Dexter, die ursprünglich aus Irland stammt und für ihre geringe Größe, ihre Robustheit und ihr ruhiges Wesen bekannt ist. Mit ihrer neugierigen und zutraulichen Art begeistern die beiden Groß und Klein. Ein besonderes Highlight erwartet uns schon bald: Peppa ist tragend und wir sind alle gespannt, wie klein ein Dexter-Kälbchen wohl sein wird. Die Vorfreude auf den Nachwuchs ist riesig!

Rassenkreuzungen - Jedes Tier ein Unikat

Neben unseren reinrassigen Tieren gehören auch viele Rassenkreuzungen zu unserer Herde. Durch die Kombination verschiedener Rassen entstehen robuste, charakterstarke und einzigartige Tiere. Ob Limousin, Braunvieh, Pustertaler Sprinzen, Normannen, Blau-weiße Belgier Fleckvieh oder andere Kreuzungen – jedes Tier erzählt seine eigene Geschichte und macht unsere Herde so bunt und vielfältig.

Weidehaltung im Sommer

Unsere Herde darf von März bis November unsere Flächen rund um den Hof beweiden. Da diese Flächen oft steil und nur schwer zu bewirtschaften sind, nutzen wir die Kühe auch als „Landschaftspfleger“. Die Tiere haben somit immer frisches Gras und viel Platz zur freien Verfügung, können die Sonnenstrahlen genießen oder an zu heißen Tagen den Schatten der Streuobstbäume nutzen.

Laufstallhaltung im Winter

Zwischen November und März befindet sich unsere komplette Herde im Stall. Hier hat jedes Tier seinen eigenen warmen und weichen Liegeplatz mit Stroh und viel Platz um sich nach Belieben bewegen zu können. Auch eine Viehbürste die gerne als Massagegerät genutzt wird ist im Stall installiert.

Fütterung

Die Mutterkuhherde ernährt sich im Sommer ausschließlich von frischem Gras. Im Winter wird eine Futterration aus Grassilage (haltbar gemachtes Gras), Heu und Stroh gemischt.
Alle Futtermittel werden ohne Anwendung gentechnischer Verfahren hergestellt (GVO-frei) und werden auf den betriebseigenen Flächen angebaut und geerntet.

Nachwuchs

Die Mutterkühe bekommen ihre Kälber bei uns im Betrieb alle im Frühjahr, meist zwischen März und Mai. Die Kalbung findet im Stall in einer separaten Abkalbebox statt. Hier hat die Mutter ausreichend Ruhe und Platz, um sich um ihr Kalb zu kümmern. Sobald das Kalb und die Kuh eine ausreichend enge Bindung aufgebaut haben und beide gesundheitlich durchgecheckt wurden, dürfen sie gemeinsam in die Weidesaison starten. Auf der Weide bilden sich dann meist kleinere „Spielgruppen“, in denen mehrere Kälber die Zeit zwischen den Mahlzeiten bei der eigenen Mutter mit Spielen verbringen.